




1958-1967
Am 1. Dezember 1958 wird Rainer Wolfgang Sauer in einer Dachbodenwohnung im Starkenburgring in Offenbach geboren. Sein Vater, ein Schlosser, verliert kurz darauf ein Auge und muss daraufhin seinen Beruf aufgeben; die Mutter erzieht Kinder als Kindergärtnerin. Als Knabe leidet Rainer an Hyperopie sowie einer akuten Lungenkrankheit, muss mehrfach zu Operationen ins Krankenhaus und wird mehrere Monate zur Erholung ins Allgäu geschickt. In der Obhut netter Kinderschwestern entsteht aus deren unschuldigen Absichten heraus, den Angehörigen ein Beweismittel unendlicher oberbayerischer Fürsorge zukommen zu lassen, die erste Publikation des Buben: das ”Bergmännle”-Heft. Die Auflage allerdings ist gering, ein Einzelstück, zeigt jedoch, dass man schon Anfang der 1960er Jahre eine Herstellungstechnik kannte, die man Anfang des 21. Jahrhunderts als ‘neu’ entdeckte.
1963 zieht die Familie in eine Hochhaussiedlung am Stadtrand Offenbachs um. Im Alter von sechs Jahren ist Rainer Sauer endlich kein Einzelkind mehr; Schwester Barbara wird geboren. Sein erstes Lebensjahrzehnt geht dank der unendlichen Weisheit eines Kultusministers namens Mikat schneller zuende als üblich; in Deutschland stellte man den Schuljahresbeginn von Ende der Osterferien auf Ende der Sommerferien um und 1966/67 gab es jeweils zwei gekürzte Schuljahre, wobei das erste vom 1. April bis zum 30. November 1966 und das zweite Kurzschuljahr vom 1. Dezember 1966 bis 31. Juli 1967 dauerte.
1968-1977
Nach den Sommerferien 1968 kommt Rainer W. Sauer von der Grundschule auf ein Gymnasium, muss aber schon nach zwei Jahren auf eine Realschule wechseln. Damit scheint der Beweis erbracht, dass es sich bei ihm um einen echten ‚68er‘-Rebellen handelt. Wie viele andere ‚alte 68er‘ wird er schon bald konformistisch,
fühlt sich auf der neuen Schule wohl, gründet eine Schülerzeitung und wird 1972 zum Schulsprecher gewählt (Wahlslogan: ”Wählt den langen Dürren mit der Brille”). Jetzt sucht er seine Interessen im Lesen von Büchern und dem Hören von Musik. Erste eigene Textentwürfe und Lieder entstehen. 1974 baut sich der Fünfzehnjährige nach Schaltplänen aus Fachzeitschriften seinen ersten eigenen Synthesizer und erlernte das Gitarrenspiel. 1975 beginnt er nach dem Abschluss der Realschule eine Verwaltungsausbildung,
erwirbt die Fachhochschulreife und wird 1981 diplomierter Verwaltungswirt. Nebenbei macht er Musik, gründet die Folk- Elektronik-Band MELVIN DAWSON AND FRIENDS, wird auf Vermittlung des Mundartsängers Joe ‘King Psychosoma’ Mateiko Sänger der Politrockband FLIESSBAND und erkennt, dass Deutsch in Musikerkreisen durchaus keine Fremdsprache ist. Schon 1978/79 reist er mit seinem ersten Soloprogramm “Führer-Los” durch die Lande.
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rWs biographie
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